Unterstützung bei psychischen Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt

Wir sind da, wir hören zu, wir helfen weiter – vertraulich, niederschwellig und mit Blick auf die passende Unterstützung.

Kontaktmöglichkeiten
Illustration: Eltern mit Kind

Die Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden kann emotional sehr herausfordernd sein.

Die Schwangerschaft und das erste Jahr nach der Geburt bringen große Veränderungen mit sich. Freude, Unsicherheit, Erschöpfung, Ängste oder depressive Gefühle können in dieser Lebensphase eng nebeneinanderliegen. Die Koordinationsstelle für Peripartale Psychische Gesundheit unterstützt Sie dabei, Ihre Situation

einzuordnen und passende Hilfe zu finden – telefonisch, vertraulich und individuell abgestimmt. Je nach Bedarf vermitteln wir an Angebote im niedergelassenen Bereich oder organisieren einen Termin in der Spezialsprechstunde an den tirol kliniken.

Kontaktmöglichkeit

An wen richtet sich das Angebot?

Ob Sie selbst Unterstützung suchen oder Patient:innen weitervermitteln möchten: Hier finden Betroffene, Angehörige und Fachpersonen den passenden Zugang zum Angebot.

Kinderwunsch bei psychischer Vorerkrankung
Sie wünschen sich ein Kind und haben oder hatten bereits eine psychische Erkrankung? Wir unterstützen Sie dabei, frühzeitig Fragen zu klären und ein passendes Hilfsangebot zu finden.
Belastung in der Schwangerschaft
Wenn Sorgen, Ängste, Erschöpfung oder depressive Gefühle in der Schwangerschaft auftreten oder stärker werden, kann ein vertrauliches Gespräch helfen, die nächsten Schritte zu klären.
Krise nach der Geburt
Nach der Geburt kann vieles anders sein als erwartet. Wenn Überforderung, anhaltende Traurigkeit, Ängste oder fehlende Nähe belasten, sind wir als Anlaufstelle für Sie da.
Unterstützung für Väter und Partner:innen
Auch Väter und Partner:innen können rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden psychisch belastet sein. Wir helfen, die Situation einzuordnen und passende Unterstützung zu finden.
Für Angehörige
Sie machen sich Sorgen um eine nahestehende Person? Wir informieren, welche Unterstützung möglich ist und wie Sie Betroffene gut begleiten können.
Für Fachpersonen
Sie betreuen Patient:innen oder Klient:innen und möchten sich fachlich austauschen, vernetzen oder Ihre Patient:innen weitervermitteln? Wir unterstützen Sie mit Information und Orientierung.

Ihre erste Anlaufstelle für Orientierung und Unterstützung

Die Koordinationsstelle hilft Ihnen dabei, rasch passende Ansprechpartner:innen und Angebote zu finden. Gemeinsam wird abgeklärt, welche Unterstützung in Ihrer aktuellen Situation hilfreich ist.

Vertrauliches Erstgespräch

Wir hören zu und klären gemeinsam, was Sie aktuell belastet und welche Unterstützung Sie brauchen.

Orientierung und Einordnung

Wir helfen dabei, Ihre Situation einzuschätzen und mögliche nächste Schritte verständlich zu machen.

Beratung und Vermittlung

Je nach Bedarf vermitteln wir an medizinische, psychologische, psychotherapeutische oder soziale Angebote weiter.

Zugang zur Spezialsprechstunde

Wenn es passend ist, organisieren wir einen Termin in der Spezialsprechstunde für Peripartale Psychische Gesundheit.

Unsicher, ob Unterstützung sinnvoll ist?

Unser Selbstscreeningtool ermöglicht eine erste Einschätzung, ob Sie Unterstützung in Anspruch nehmen sollten. Die Fragen helfen Ihnen, Ihre aktuelle Belastung besser einzuordnen.

Bei akuter Krise oder bei Gedanken, sich selbst oder anderen etwas anzutun, wenden Sie sich bitte sofort an den Rettungsnotruf (144).

Der Selbsttest basiert auf der Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS).

Der Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Er kann aber zeigen, ob eine Kontaktaufnahme mit der Koordinationsstelle empfohlen wird.

Selbsttest

Spezialsprechstunde für Peripartale Psychische Gesundheit

Die Spezialsprechstunde bietet fachliche Abklärung, Beratung und Behandlung bei psychischen Belastungen in der Peripartalzeit.

Kontakt und Terminvereinbarung

Die Vergabe von Terminen in der Spezialsprechstunde erfolgt ausschließlich über die Koordinationsstelle und nach entsprechender Prüfung des Bedarfs. Bitte nehmen Sie daher zunächst Kontakt mit der Koordinationsstelle auf.

Diagnostische Abklärung

Im Erstkontakt mit einer Psychiater:in oder einer klinischen Psycholog:in wird Ihre aktuelle Situation sorgfältig besprochen und fachlich eingeordnet.

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Medizinische Versorgung

Wenn notwendig, wird eine psychiatrisch-medizinische Behandlung und Begleitung besprochen.

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Klinisch-psychologische Behandlung

Bei Bedarf erhalten Sie Unterstützung durch psychologische Gespräche und individuelle Strategien für den Alltag.

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Psychosoziale Fragen

Auch bei belastenden Lebensumständen unterstützen wir mit Orientierung und vermitteln bei Bedarf an passende Angebote weiter.

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Sie haben Fragen oder möchten Unterstützung?

Die Koordinationsstelle Peripartale Psychische Gesundheit ist Ihre erste Anlaufstelle. Melden Sie sich gerne telefonisch oder per E-Mail – wir klären gemeinsam, welcher nächste Schritt für Sie passend ist.

DGKP Michaela Wett-Weidlich
DGKP Michaela Wett-Weidlich
Koordinatorin peripartale psychische Gesundheit
Kontakt aufnehmen
Telefonzeiten:Montag bis Donnerstag
10:00 bis 12:00 Uhr

Das Team hinter dem Angebot

Die Koordinationsstelle und die Spezialsprechstunde arbeiten eng zusammen. Während die Koordinationsstelle erste Orientierung bietet, übernehmen Fachpersonen aus Psychiatrie und Psychologie die fachliche Abklärung und Behandlung.

Koordinationsstelle

Erste Anlaufstelle für Fragen, Vermittlung und Terminvereinbarung.

Spezialsprechstunde

Fachliche Abklärung, Beratung und Behandlung bei psychischen Belastungen und Erkrankungen rund um Schwangerschaft und Geburt.

Multiprofessionelles Team

Unterschiedliche Berufsgruppen arbeiten zusammen, um eine bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.

Ihre Vorteile im Überblick

Das Pilotprojekt unterstützt Betroffene und Angehörige dabei, rasch Orientierung zu bekommen und passende Hilfe zu finden – vertraulich, niederschwellig und individuell abgestimmt.

Schnelle Orientierung durch eine verlässliche Ansprechperson

Sie erhalten Orientierung in einer oft herausfordernden Lebensphase und Unterstützung dabei, passende Ansprechpartner:innen und Angebote zu finden.

Individuelle Begleitung

Die Unterstützung orientiert sich an Ihrer persönlichen Situation und Ihrem aktuellen Bedarf.

Kurze Wege

Durch die Zusammenarbeit der beteiligten Einrichtungen werden Übergänge erleichtert.

Frühe Unterstützung

Belastungen können frühzeitig erkannt, eingeordnet und behandelt werden.

Digitale Unterstützung

In bestimmten Fällen kann ergänzend eine Patient:innen-App eingesetzt werden. Ob und wie diese genutzt wird, wird individuell im Rahmen der Betreuung besprochen.

Vernetzte Versorgung und fachlicher Austausch

Die Koordinationsstelle unterstützt niedergelassene Ärzt:innen und weitere Fachpersonen bei der Betreuung von Patient:innen mit psychischen Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt.

Expert:innentelefon für Fachpersonen

Zweimal wöchentlich steht ein Expert:innentelefon zur Verfügung. Es unterstützt bei Fragen zu Diagnostik, Risikoeinschätzung, Behandlungsmöglichkeiten, Psychopharmakotherapie in Schwangerschaft und Stillzeit.


Telefonzeiten:Montag von 13:00 bis 14:00 Uhr und am Donnerstag 10:00 bis 11:00 Uhr

Häufige Fragen

Viele Fragen entstehen erst dann, wenn man selbst betroffen ist oder eine nahestehende Person unterstützen möchte. Hier finden Sie kurze Antworten rund um Kontaktaufnahme, Selbsttest, Spezialsprechstunde und weitere Unterstützung.

Peripartal bedeutet „um die Geburt“ und steht für den Zeitraum der Schwangerschaft und das erste Jahr nach der Geburt. Durch die großen Veränderungen dieser Zeit - körperliche, emotionale und soziale - kann es bei Eltern zu vorübergehenden oder zu anhaltenden psychischen Belastungen oder Erkrankungen kommen, welche eine gezielte Unterstützung oder Behandlung benötigen.
Mögliche Hinweise auf eine psychische Belastung in der Peripartalzeit können sein:
  • Erschöpfung, Müdigkeit und fehlende Energie
  • häufiges Weinen und anhaltende Traurigkeit
  • Schuldgefühle und innere Leere
  • ambivalente Gefühle gegenüber dem Kind
  • Probleme mit Konzentration, Appetit und Schlaf
  • psychosomatische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Herzbeschwerden
  • Ängste, starke Reizbarkeit, Panikattacken und zwanghafte Gedanken
  • wiederkehrende belastende Vorstellungen, die nicht umgesetzt werden
  • Rückzug aus dem sozialen Umfeld
  • Gefühle von Überforderung
  • Suizidgedanken

Nicht alle Symptome müssen gleichzeitig auftreten. Psychische Belastungen können sehr unterschiedlich erlebt werden.

Die Abklärung erfolgt ärztlich. Dabei werden:
  • die Beschwerden erfasst
  • andere mögliche Ursachen ausgeschlossen
  • die persönliche Belastbarkeit eingeschätzt

Bei Bedarf können weitere Fachpersonen aus Psychiatrie, Psychologie oder Psychotherapie eingebunden werden.

Wenn Sie merken, dass die psychischen Belastungen über längere Zeit bestehen bleiben oder Ihren Alltag beeinträchtigen, sollten Sie Unterstützung in Anspruch nehmen. Sie können auch das Selbstscreeningtool durchführen. Sollte dabei eine Belastung sichtbar werden oder Sie sich unsicher fühlen, wenden Sie sich bitte an die Koordinationsstelle. Grundsätzlich gilt: Lieber frühzeitig Unterstützung suchen als zu lange allein mit Beschwerden zu bleiben.
Ja. Sie können sich unkompliziert während der Telefonzeiten direkt an die Koordinationsstelle wenden. Es ist keine ärztliche Überweisung oder Zuweisung erforderlich.
Die Behandlung richtet sich individuell nach den jeweiligen Beschwerden und Bedürfnissen. Mögliche Angebote sind:
  • medizinische / psychiatrische Behandlung
  • bei Bedarf psychopharmakologische Behandlung
  • psychologische Unterstützung
  • klinisch-psychologische Behandlung
  • Beratung zu spezialisierten Angeboten im Versorgungsnetzwerk

Gemeinsam wird besprochen, welche Form der Unterstützung sinnvoll und hilfreich ist.

Die Koordinationsstelle unterstützt bei:
  • Erstabklärung und Orientierung
  • telefonischer Beratung
  • Vermittlung geeigneter Angebote
  • Koordination innerhalb des Versorgungsnetzwerks
  • Organisation weiterer Behandlungsschritte
  • Terminvergabe an die Spezialsprechstunde

Ziel ist eine rasche und passende Unterstützung für Betroffene und Familien.

Nein. Die Koordinationsstelle prüft zunächst gemeinsam mit Ihnen den individuellen Bedarf. Nicht alle Betroffenen benötigen einen Termin in der Spezialsprechstunde für Peripartale Psychische Gesundheit. Häufig kann auch eine passende Unterstützung im niedergelassenen Bereich organisiert werden.
Die Koordinationsstelle:
  • stellt keine Diagnosen
  • ersetzt keine ärztliche Behandlung
  • führt keine Akutversorgung durch
  • ist keine Notfallstelle

In akuten Krisensituationen oder bei Selbst- beziehungsweise Fremdgefährdung wenden Sie sich bitte umgehend an den Rettungsnotruf (144) oder an eine psychiatrische Akuteinrichtung.

Die längerfristige Betreuung erfolgt - je nach Bedarf - durch passende Fachpersonen oder Einrichtungen im Versorgungsnetzwerk. Dazu können beispielsweise gehören:
  • Hausärzt:innen
  • Fachärzt:innen
  • Psychotherapeut:innen
  • Klinische Psycholog:innen
  • Hebammen
  • psychosoziale Einrichtungen

Die Koordinationsstelle unterstützt dabei, geeignete Angebote zu finden und Übergänge zu organisieren.

Ja. Psychische Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt sind gut behandelbar. Viele Betroffene erleben durch frühzeitige Unterstützung, Beratung und Behandlung eine deutliche Verbesserung ihrer Beschwerden. Wichtig ist, Belastungen ernst zu nehmen und Hilfe anzunehmen.
Ziel der Beratung ist es:
  • Betroffene zu stärken
  • Orientierung zu geben
  • passende Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen
  • gemeinsam nächste Schritte zu planen
  • eine niederschwellige Versorgung zu ermöglichen

Die Beratung erfolgt vertraulich, wertschätzend und individuell abgestimmt.

Ja. Auch Partner:innen, Angehörige oder andere Bezugspersonen können sich an die Koordinationsstelle wenden, wenn sie Fragen haben oder Unterstützung im Umgang mit der Situation benötigen.
Ja. Alle Gespräche und Informationen werden vertraulich behandelt. Persönliche Daten werden nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben verarbeitet.
Gemeinsam mit starken Partnern
Österreichische Gesundheitskasse SVS – Sozialversicherung der Selbständigen BVAEB – Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau Tiroler Gemeindeverband Land Tirol